{"id":4211,"date":"2025-04-07T12:54:17","date_gmt":"2025-04-07T10:54:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/belgien\/"},"modified":"2025-11-25T09:35:06","modified_gmt":"2025-11-25T08:35:06","slug":"belgien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/de\/belgien\/","title":{"rendered":"Belgien<br>"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group page-hero has-background is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-fe9cc265 wp-block-group-is-layout-flex\" style=\"background-color:#00a3e0\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full hero-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1728\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1742\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-1024x691.jpg 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-768x518.jpg 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-1536x1037.jpg 1536w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreBelgiumHeader-2048x1382.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group wp-container-content-69bc4bdf is-vertical is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-ce155fab wp-block-group-is-layout-flex\">\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-0bce9ac7c3e46fdc49ee204560f2a28f\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--60)\"><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Titelbild (22. April 1944) &#8211; Pierre Schon (rechts) bringt drei Fl\u00fcchtlinge, denen geholfen wurde, die Grenze nach Belgien zu \u00fcberqueren, um sie in ein Waldlager zu f\u00fchren. Von links nach rechts: Lollo Thines, Ug\u00e9n Felten und Robert Borman, aus Ulflingen. \u00a9 L.P.P.D.  <\/p>\n\n<p>3. April 1943. Es ist nicht genau bekannt, wer Pierre Schon an diesem Tag gewarnt hat, dass die Gestapo unterwegs sei, um ihn festzunehmen. Zum Gl\u00fcck hat es jemand getan. Mit weniger als 40 Kilometern Entfernung zwischen dem Nord-Gestapo-Hauptquartier in Diekirch und dem Bauernhof seiner Familie h\u00e4tte die Gestapo in weniger als einer Stunde ankommen k\u00f6nnen \u2013 selbst auf den damaligen Landstra\u00dfen. Das lie\u00df Pierre sehr wenig Zeit, um das Wichtigste zusammenzupacken, Abschied zu nehmen \u2013 sofern er dazu Zeit hatte \u2013 und durch den dichten Wald in Richtung belgischer Grenze zu fliehen.   <br\/><br\/>Sein Name stand auf der t\u00e4glichen Fahndungsliste der Gestapo wegen anti-deutscher Aktivit\u00e4ten, zusammen mit vielen anderen, die als Deserteure (Fahndenflucht) gelistet waren und sofort verhaftet werden sollten. Er machte sich damals wahrscheinlich auf den Weg zu einem sicheren Haus in Belgien, nicht weit von der Grenze entfernt, um sich neu zu organisieren und den weiteren Verlauf seiner Flucht zu planen. Zu diesen sicheren H\u00e4usern geh\u00f6rten unter anderem die von Fran\u00e7ois Bamberg (sp\u00e4ter wegen seiner Hilfe verhaftet), Arille Thys, Bahnhofsvorsteher in Tawingen, und \u00c9mile Simonis in Rettingen. Dies stellte einen echten Wendepunkt dar.   <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-34226cf0e75d9f7b83ea05f834f06d59\">Bereits bekannt<br data-mce-bogus=\"1\"\/><\/h2>\n\n<p>Anfang zwanzig verlie\u00df Pierre den elterlichen Bauernhof, um in Belgien zu arbeiten, wo ihn die Familie Peltzer, bedeutende Textilindustrielle in Verviers, anstellte. Er arbeitete als Hausangestellter auf dem Anwesen der Familie, einem Schloss im Domaine de Nivez\u00e9 bei Spa. Als j\u00fcngster Sohn wollte Pierre herausfinden, was das Leben jenseits des Bauernhofs f\u00fcr ihn bereithielt, zumal dieser seinem \u00e4lteren Bruder Nic zufallen sollte. Sein Monatsgehalt betrug 500 Francs, inklusive Unterkunft und Verpflegung. Einige Jahre sp\u00e4ter kehrte Pierre in die belgischen Ardennen zur\u00fcck \u2013 diesmal jedoch unter v\u00f6llig anderen Umst\u00e4nden. <br\/>    <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"560\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/BelgianID-1024x560.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1097\" style=\"width:815px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/BelgianID-1024x560.png 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/BelgianID-300x164.png 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/BelgianID-768x420.png 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/BelgianID.png 1301w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Foto mit Genehmigung der Belgischen Staatsarchive. <br\/><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-42b0eb01d4712db5465554f7985950e9\">Das vertrauensw\u00fcrdige belgische Netzwerk<\/h2>\n\n<p>Seit 1942 hatte Pierre Schon in Belgien ein Vertrauensnetz aufgebaut, bestehend aus Familien, die ein enormes Risiko auf sich nahmen, indem sie hunderte luxemburgische Deserteure versteckten, die der zwangsweisen Einberufung in die deutsche Armee entkommen waren, sowie franz\u00f6sische Kriegsgefangene, die geflohen waren. Die Organisation operierte zwischen den luxemburgischen Ardennen und dem kleinen Dorf Marloie, etwa drei Kilometer von Marche-en-Famenne entfernt. Viele Fl\u00fcchtlinge wurden von Pierre selbst dorthin gebracht.   <br\/><br\/>Nach ihrer Ankunft in Marloie wurden sie der Familie Jean Boever anvertraut, die ebenfalls von einem Netzwerk mutiger belgischer Familien unterst\u00fctzt wurde. Jean Boever, geboren in Helzen in den luxemburgischen Ardennen, nahe Klierf und nur wenige Kilometer von Pierres Bauernhof in D\u00fcnningen entfernt, hatte eine Belgierin aus der Familie Lambert geheiratet. Als Viehh\u00e4ndler war er gut mit vielen Bauernh\u00f6fen in der Region vernetzt. Die jungen Fl\u00fcchtlinge wurden mit Nahrung und Kleidung versorgt und auf umliegende Bauernh\u00f6fe verteilt. Die Familie Boever verwendete sogar ihre Tischdecken, um Hemden f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge zu n\u00e4hen.    <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"260\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/JeanBoever.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4296\" style=\"width:203px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Jean Boever &#8211; \u00a9 L.P.P.D.<\/p>\n\n<p>Die Organisation wurde ma\u00dfgeblich von Ren\u00e9 Nicolay, dem Chef der Gendarmerie von Marche, unterst\u00fctzt. Seine Hauptaufgabe war es, den Deserteuren vor ihrer Abreise gef\u00e4lschte Ausweise und Arbeitskarten zu besorgen. Er half auch, Nahrung, Kleidung und Geld bereitzustellen, sowohl f\u00fcr franz\u00f6sische Gefangene als auch f\u00fcr alliierte Flieger, die \u00fcber Europa abgeschossen worden ware, sowie f\u00fcr die Personen, die Pierre Schon mitgebracht hat.   <br\/><br\/>Juden, die aus Luxemburg flohen, wurden in Kl\u00f6stern, Bauernh\u00f6fen oder sicheren H\u00e4usern in Belgien versteckt. In der Hoffnung, nach Portugal zu gelangen und von dort nach Amerika auszureisen, setzten einige ihre Flucht in den S\u00fcden Frankreichs und weiter nach Spanien fort. Die gr\u00f6\u00dften Strukturen, die sie unterst\u00fctzten, waren die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Comet_Line\">Com\u00e8te-Linie<\/a> und das <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Dutch-Paris_line\">Dutch-Paris-Netzwerk<\/a>, die insbesondere bei der Flucht abgeschossener alliierter Flieger aktiv waren.  <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"603\" height=\"848\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Escaperoutes.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2536\" style=\"width:450px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Escaperoutes.jpg 603w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Escaperoutes-213x300.jpg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-7f053d197554d57afafd8ba77c147d11\">Der Maquis<\/h2>\n\n<p>Geboren 1912 in Kayl, diente Jules Dominique vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs als Leutnant in der Gendarmerie mit Dienstsitz in Diekirch. Im September 1942 wurde er aufgrund seiner Beteiligung am Generalstreik gegen die nationalsozialistische Besatzung zum Ziel der Gestapo. Als regionaler Anf\u00fchrer der luxemburgischen Widerstandsgruppe LVL floh er nach Belgien, wo er sich der Arm\u00e9e Secr\u00e8te, der belgischen Widerstandsbewegung, anschloss. Zun\u00e4chst war er Teil der MNB-Gruppe, bevor er im Januar 1943 zu den <em>Les Insoumis <\/em> wechselte, unter deren Flagge er eine Einheit namens <em>Arm\u00e9e Blanche<\/em> du Luxembourg (Luxemburgische Wei\u00dfe Armee), auch bekannt als <em>Brigade du Lion Rouge<\/em> (Rote-L\u00f6wen-Brigade), in Hompr\u00e9 bei Bastogne gr\u00fcndete und kommandierte.   <\/p>\n\n<p>Diese Gruppe bestand gr\u00f6\u00dftenteils aus Luxemburgern und hatte auf ihrem H\u00f6hepunkt etwa 120 aktive Mitglieder, darunter 21 Amerikaner, 9 Russen und 5 Belgier. Jules Dominique fungierte auch als Verbindungsoffizier zwischen der belgischen Widerstandsgruppe MNB und den luxemburgischen Gruppen. Als charismatische Pers\u00f6nlichkeit war er unter dem Spitznamen \u201eGro\u00dfer Gustave\u201c bekannt. Von Camille Buysse im Januar 1943 rekrutiert, baute er ein Eingreifteam innerhalb der <em>Insoumis <\/em> auf und spielte eine wichtige Rolle bei der Erweiterung des Widerstands.   <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"576\" height=\"421\" data-id=\"1654\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dominique11.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1654\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dominique11.png 576w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dominique11-300x219.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"571\" height=\"421\" data-id=\"1653\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dominique12.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1653\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dominique12.png 571w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Dominique12-300x221.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Foto: Jules Dominique in der Mitte h\u00e4lt ein Schild \u201eThe International Council\u201c, um die internationale Gruppe aus 4 luxemburgischen und 5 belgischen Widerstandsk\u00e4mpfern anl\u00e4sslich der Ernennung des Gro\u00dfherzogs Erben Jean zum Leutnant in der britischen Armee zu symbolisieren. Foto \u00a9 Belgische Staatsarchive. <\/p>\n\n<p>Kurz nach seiner Flucht nach Belgien wurde Pierre Mitglied der bewaffneten Insoumis. Die Insoumis, was \u201edie Unbeugsamen\u201c oder \u201edie Aufst\u00e4ndischen\u201c bedeutet, begannen als illegale Zeitung und entwickelten sich zu einer Widerstandsbewegung mit 7.000 Mitgliedern. Anfang 1944 \u00fcberzeugte Jules Dominique Pierre Schon, eine Einheit von 20 bis 30 Maquis-Widerstandsk\u00e4mpfern zu kommandieren, \u00fcberwiegend Luxemburger, die der zwangsweisen Einberufung in die deutsche Armee entkommen waren. Die Maquis-Gruppen waren l\u00e4ndliche Widerstandsorganisationen in Frankreich und Belgien, die in versteckten Waldlagern lebten, um einer Entdeckung zu entgehen. Ihre Aufgaben waren Sabotage deutscher Infrastruktur, Sammeln von Informationen \u00fcber deutsche Truppenbewegungen und Unterst\u00fctzung der alliierten Operationen zur Vorbereitung der Befreiung.    <\/p>\n\n<p>Pierres Maquis Einheit hatte ihr Lager in den dichten W\u00e4ldern bei Lavacherie, einem Dorf etwa 20 Kilometer von Bastogne und 30 Kilometer von Marche-en-Famenne entfernt. Eug\u00e8ne Kremer, der das Lager besuchte, berichtete, dass das Dach ihres Verstecks mit kleinen Tannen und Heidekraut bedeckt war. Sie hatten Strohmatratzen zum Schlafen angefertigt. Bauern aus der Gegend brachten ihnen Brot, alte Milch und etwas Fleisch. Gelegentlich schlachteten sie ein Schwein oder Schaf, das sie selbst organisiert oder von einem Bauern erhalten hatten. Das Lager lag nur wenige hundert Meter von einem belgischen Waldlager der Wei\u00dfen Armee entfernt. Als deutsche Truppen \u00fcberraschend von der anderen Seite des Waldes n\u00e4herkamen, wurden die beiden Wachen erschossen. Die belgischen Widerstandsk\u00e4mpfer konnten gerade noch fliehen und mussten das Lager und ihr gesamtes Hab und Gut zur\u00fccklassen. <br\/>       <\/p>\n\n<p>Die Wohnr\u00e4ume waren unterirdisch angelegt, um einer Entdeckung zu entgehen. Bei gutem Wetter a\u00dfen die Maquis-Widerstandsk\u00e4mpfer und verbrachten Zeit im Freien, wo sie das nat\u00fcrliche Licht genie\u00dfen konnten. Unten finden Sie Beispielbilder vom Eingang und Innenraum des Maquis von Cagna. Archivfotos von Alamy.   <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" data-id=\"339\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Maquisoutside-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-339\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Maquisoutside-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Maquisoutside-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Maquisoutside-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Maquisoutside-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Maquisoutside-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" data-id=\"342\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MaquisInside-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-342\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MaquisInside-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MaquisInside-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MaquisInside-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MaquisInside-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/MaquisInside-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p>H\u00e4uslicher Komfort, ebenso wie jegliche Form von Privatsph\u00e4re waren nicht vorhanden. Drei bis vier Bewohner waren st\u00e4ndig auf Wache. Ein anderes Duo k\u00fcmmerte sich um das Kochen und die Verpflegung der Gruppe. Gl\u00fccklicherweise mussten Pierre und seine Gruppe den extrem kalten Winter von Ende 1944 bis Anfang 1945 nicht im Lager verbringen, da der Osten Belgiens bereits im September 1944 befreit worden war. Ein gewisser finanzieller Support wurde \u00fcber Br\u00fcssel bereitgestellt, damit die Maquis-Widerstandsk\u00e4mpfer Nahrung bei lokalen Produzenten erwerben konnten. In schweren Zeiten scheuten sie sich nicht, ein paar Eier, Butter oder einen Sack Mehl von einem Bauernhof zu stehlen. Viele stammten aus landwirtschaftlichen Familien und wussten daher, wie man Fallen stellt, um Kaninchen und anderes Wild zu fangen und so ihre Vorr\u00e4te an Nahrung zu erg\u00e4nzen.      <\/p>\n\n<p>Pierre spielte eine Schl\u00fcsselrolle als Koordinator, indem er dank seiner engen Verbindungen zu verschiedenen Gruppen des belgischen Widerstands viele Fl\u00fcchtlinge erfolgreich in unterschiedlichen Waldlagern unterbrachte.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-9191ad946ac072ff2df52287a3f7ab4d\">Sabotageakte<\/h2>\n\n<p>Im Mai 1944 war die Gruppe einsatzbereit f\u00fcr die alliierte Invasion in der Normandie, die einen Monat sp\u00e4ter stattfand.<br\/><br\/>Pierre Schon berichtete nach dem Krieg, dass er von den Briten im Umgang mit Sprengstoffen ausgebildet worden sei. Wahrscheinlich handelte es sich um den SOE (<a href=\"https:\/\/www.nam.ac.uk\/explore\/SOE\">Special Operations Executive<\/a>), der daf\u00fcr ber\u00fchmt war, Maquis-Widerstandsk\u00e4mpfer in Belgien und Frankreich mit Waffen und Training zu versorgen, um sie m\u00f6glichst effektiv auf die Invasion und die Befreiung Europas vorzubereiten. Der SOE versorgte die lokalen Bewegung mit Ausbildung, Sprengstoffen, Waffen und Munition, die oft nachts per Fallschirm im Wald abgeworfen wurden. Wichtige Unterst\u00fctzung erhielt der SOE von Premierminister Winston Churchill, der den Auftrag gab: \u201eEuropa in Brand zu setzen.\u201c Um die Kommunikation mit den Alliierten herzustellen, wurden auch Funkger\u00e4te geliefert. Die Gruppe nutzte diese Ausr\u00fcstung, um wichtige Informationen \u00fcber deutsche Truppenbewegungen zu senden und Befehle oder Anfragen von Widerstandsf\u00fchrern, SOE oder anderen alliierten Kr\u00e4ften zu empfangen.     <br\/><br\/>Das Eisenbahnnetz in den Ardennen war f\u00fcr die Deutschen eine wichtige Versorgungsroute, und seine St\u00f6rung verlangsamte Truppenverst\u00e4rkungen und Logistik. Marloie war ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, und die Widerstandsbewegung richtete ihr Augenmerk auf den Bahnhof, um die deutsche Milit\u00e4rlogistik zu st\u00f6ren. Dabei griffen sie gezielt Nachschubz\u00fcge der Deutschen an. Im Sommer 1944 f\u00fchrten die Widerstandsgruppen Sabotageakte auf den Gleisen durch, darunter Zugentgleisungen sowie Sprengungen von Br\u00fccken und Schienen.  <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"762\" height=\"691\" data-id=\"3253\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IWMDerail.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3253\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IWMDerail.jpg 762w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IWMDerail-300x272.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 762px) 100vw, 762px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"658\" height=\"486\" data-id=\"3247\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Train.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3247\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Train.png 658w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Train-300x222.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Foto links: Imperial War Museum Bild: IWM (HU 56936). Foto rechts \u00a9 SDL <\/p>\n\n<p>In seinem Bericht an den Nationalen Widerstandsrat Luxemburgs best\u00e4tigte Pierre Schon, an Sabotageakten am Bahnhof Marloie beteiligt gewesen zu sein. Nach dem Krieg erz\u00e4hlte er seinem Sohn, dass er mehrere Z\u00fcge gesprengt oder entgleisen lie\u00df und an bewaffneten Gefechten mit deutschen Truppen teilgenommen hatte.  <br\/><br\/>Weitere seiner Ziele waren die Hauptstra\u00dfen nach Marche und St. Hubert, zwei wichtige Verkehrsadern durch die Ardennen, die stark f\u00fcr den Transport von Truppen und Material genutzt wurden. Die Widerstandsbewegung sabotierte gezielt Abschnitte dieser Stra\u00dfen, indem sie Minen legte oder Sprengungen durchf\u00fchrte, und griff deutsche Konvois an. Da die deutsche Armee zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegen und besser bewaffnet war, setzten die Widerstandsk\u00e4mpfer auf \u00dcberraschung, handelten schnell und entschlossen und zogen sich danach noch schneller zur\u00fcck, um Entdeckung oder Gefangennahme zu vermeiden.   <\/p>\n\n<p>Am 15. Mai 1943 trat Pierre offiziell der belgischen Widerstandsbewegung bei. Bis zum 14. Oktober 1944 diente er als \u201ebewaffneter\u201c K\u00e4mpfer bei den Insoumis und war unter der Gruppennummer 16485 registriert. Nach dem Krieg beschrieb Jules Dominique Pierre beim belgischen Widerstands-Office als \u201ebesten Passeur der ganzen Gruppe\u201c und lobte ihn als \u201eausgezeichneten\u201c Widerstandsk\u00e4mpfer, der mehrfach gegen die Nazi-Besatzungstruppen k\u00e4mpfte und an bewaffneten Gefechten teilnahm. Seine Hauptaufgabe lag in einer \u201eSto\u00dftrupp\u201c-Einheit, die oft gef\u00e4hrliche Eins\u00e4tze an vorderster Front durchf\u00fchrte \u2013 darunter Zugentgleisungen, die Zerst\u00f6rung von Stra\u00dfen und Angriffe auf deutsche LKW-Konvois in der N\u00e4he der Orte Bande und Amberloup.  <\/p>\n\n<p>Eine kurze \u00dcbersicht \u00fcber mehrere britische SOE-Missionen im Jahr 1944, die eng mit der belgischen Widerstandsbewegung koordiniert wurden, findet sich in den Aufzeichnungen des Nationalen <a href=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/de\/archiven\/\">Archivs<\/a> des Vereinigten K\u00f6nigreichs. Weiterf\u00fchrende Informationen sind nur schwer zug\u00e4nglich, da viele Akten nach dem Krieg aus Sicherheitsgr\u00fcnden vernichtet wurden oder weiterhin geheim beziehungsweise stark redigiert sind, um Methoden, Quellen und Identit\u00e4ten von Agenten und Widerstandsk\u00e4mpfern zu sch\u00fctzen. Der SOE und die belgische Widerstandsbewegung arbeiteten eng zusammen und wurden zu einer der effektivsten Organisationen f\u00fcr Sabotage und Nachrichtendienst in Westeuropa.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-b12a2b603c574d721c78e6c0e4b6375d\">Nachrichtendienst<\/h2>\n\n<p>Im Jahr 1942 richtete die LPL (L\u00ebtzebuerger Patriote Liga) in Br\u00fcssel eine Zweigstelle ein, die Charles Diedrich ins Leben rief. Sie erm\u00f6glichte es den in der belgischen Hauptstadt lebenden Luxemburgern, aktiv an der Widerstandsbewegung teilzunehmen. Diedrich war zudem Mitglied der Nachrichtennetzwerke Zero und Vic. Eine weitere pr\u00e4gende Figur war Alphonse Rodesch, Mitbegr\u00fcnder der Bewegung in Klierf, der nach einer Zeit im Versteck, um einer Festnahme durch die Gestapo in Luxemburg zu entgehen, ebenfalls in Br\u00fcssel wirkte.  <\/p>\n\n<p>In den Jahren 1943 und 1944 wurden dank der Funknetzwerke des belgischen Widerstands Zero und Clarence \u2013 dem gr\u00f6\u00dften Sammler und \u00dcbermittler von Informationen, die von Agenten der LPL zusammengetragen wurden \u2013 entscheidende Nachrichten erfolgreich nach London an die alliierten Streitkr\u00e4fte weitergeleitet. Clarence, eines der leistungsf\u00e4higsten MI6-Netzwerke in Belgien w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, spielte zudem eine zentrale Rolle bei der offiziellen Unterst\u00fctzung der LPL, sowohl finanziell als auch materiell. So konnte die Bewegung geflohenen luxemburgischen Wehrpflichtigen helfen und Lebensmittel an die Waldlager liefern. <\/p>\n\n<p>Das Netzwerk Zero unterhielt Funk- und Briefverbindungen mit dem SOE in London und ihren Standorten in Belgien sowie mit den belgischen und luxemburgischen Exilregierungen in London, die nur wenige Autominuten voneinander entfernt lagen.<br\/><br\/>Pierre Schon fungierte als Verbindungsoffizier f\u00fcr den Nachrichtendienst zwischen der Maquis-Widerstandsgruppe, die er bei Lavacherie kommandierte, und der LPL in Br\u00fcssel. Er reiste h\u00e4ufig mit dem Zug nach Namur und Br\u00fcssel, um Alphonse Rodesch zu treffen. Nach der Landung am D-Day im Juni 1944 und dem Vormarsch der alliierten Truppen wurden Informationen \u00fcber deutsche Milit\u00e4rbewegungen und deren Kommunikationsnetze wichtiger denn je.  <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"717\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-717x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2478\" style=\"width:171px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-717x1024.jpg 717w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-768x1097.jpg 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-1076x1536.jpg 1076w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-1434x2048.jpg 1434w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PierrePortrait-scaled.jpg 1793w\" sizes=\"auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><\/figure>\n\n<p>Die Zusammenarbeit dieser Netzwerke verdeutlicht die vielschichtig verflochtene Struktur der Widerstandsbewegungen im besetzten Europa w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, insbesondere bei der Unterst\u00fctzung der alliierten Invasion und des Vormarschs im Jahr 1944.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-fb77d2b2a7f879ea8231cf03d7a46082\">Vergeltungsma\u00dfnahmen der Gestapo gegen die Familie Schon<\/h2>\n\n<p>Pierre hatte immer bef\u00fcrchtet, dass die Gestapo Vergeltungsma\u00dfnahmen gegen seine Familie ergreifen w\u00fcrde, nachdem er untergetaucht war. In der Nacht des 1. Juli 1944 wurde diese Angst Wirklichkeit. Ein heftiger Schlag an die T\u00fcr durchbrach die Stille in D\u00fcnningen.  <\/p>\n\n<p>\u201eAufmachen!\u201c schrie ein Gestapo-Offizier. Die T\u00fcr wurde eingetreten, und ein Team von Gestapo-Agenten st\u00fcrmte ins Haus und ging direkt zum Familienoberhaupt Nic. <\/p>\n\n<p>\u201eWo ist er? Wo ist er?\u201c bellte der Offizier, dr\u00fcckte seine Waffe in Nics R\u00fccken und schob ihn von Raum zu Raum, w\u00e4hrend sie das Haus durchsuchten.<\/p>\n\n<p>Nic wurde verhaftet und ins Gef\u00e4ngnis Grond in Luxemburg-Stadt gebracht, wo er vom 2. bis 25. Juli inhaftiert blieb. Er wurde mehrfach im ber\u00fcchtigten Gestapo-Hauptquartier Villa Pauly verh\u00f6rt und misshandelt. Trotz der Qualen gelang es Nic, die Gestapo davon zu \u00fcberzeugen, dass er seit Pierres Verschwinden vor etwa f\u00fcnfzehn Monaten weder von ihm gesehen noch geh\u00f6rt hatte.  <\/p>\n\n<p>Nach mehr als drei Wochen Haft wurde Nic freigelassen. Nur knapp entging er der Deportation \u2013 eine Gnadenfrist, die gew\u00e4hrt wurde, weil die Familie Schon im M\u00e4rz 1941 ihren Vater verloren hatte und auf Nic angewiesen war, um den Familienbauernhof w\u00e4hrend der schweren Lebensmittelknappheit zu f\u00fchren. <\/p>\n\n<p>Doch das Trauma hinterlie\u00df dauerhafte Spuren. Als die Deutschen im Dezember 1944 ihre Gegenoffensive starteten, floh Nic mit seiner jungen Ehefrau und dem neugeborenen Kind nach Belgien &#8211; in dem Bewusstsein, dass er eine zweite Begegnung m\u00f6glicherweise nicht \u00fcberleben w\u00fcrde. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-21094a6a49bb70a40935676fee318c44\">Heimkehr<\/h2>\n\n<p>Ende November 1944 stand der gr\u00f6\u00dfte Teil Luxemburgs unter alliierter Kontrolle. In der Hoffnung, dass der Krieg nun endlich vorbei sei, kehrte Pierre Schon im September 1944 nach anderthalb Jahren Untertauchen in Belgien zum elterlichen Hof in D\u00fcnningen zur\u00fcck. <br\/><br\/>Am 16. Dezember 1944 starteten die Deutschen jedoch die <a href=\"https:\/\/luxembourg.public.lu\/en\/society-and-culture\/history\/battle-bulge.html\">Ardennenoffensive<\/a>, einen massiven Gegenangriff durch die Ardennen. Der Norden und Osten des Landes, einschlie\u00dflich Klierf und Umgebung, fielen wieder unter deutsche Kontrolle. <br\/><br\/>Luxemburg-Stadt und der S\u00fcden des Landes blieben von einer zweiten Nazi-Besatzung verschont, da die alliierten Streitkr\u00e4fte den deutschen Vormarsch im S\u00fcden stoppen konnten. Allerdings wuchs die Einwohnerzahl der Stadt durch Fl\u00fcchtlinge aus den umliegenden Gebieten. Lebensmittelknappheit und Mangel an grundlegenden Ressourcen waren an der Tagesordnung, und die Bev\u00f6lkerung lebte unter st\u00e4ndiger Bedrohung durch Bombardierungen und Artilleriebeschuss.  <br\/><br\/>Erneut sah sich Pierre gezwungen, sein Zuhause im Norden zu verlassen, um einer Verhaftung und dem sicheren Tod zu entgehen \u2013 und zugleich, um seine Familie vor weiteren Vergeltungsma\u00dfnahmen der Nazis zu sch\u00fctzen. <br\/> <br\/><br\/>Luxemburg wurde Ende Januar 1945 vollst\u00e4ndig befreit. Pierre kehrte am 1. Februar 1945 sicher nach Hause zur\u00fcck und legte im September 1945 sein Amt als Anf\u00fchrer des belgischen Maquis-Widerstandsgruppe nieder. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-10a96c0f4d052944aa5a41dcb9b83401\">Galerie<\/h2>\n\n<p>Die Stadt Luxemburg wurde am 10. September 1944 von den alliierten Streitkr\u00e4ften befreit, haupts\u00e4chlich von der Dritten Armee unter General Patton, die in die Stadt einzog und von der Bev\u00f6lkerung nach fast viereinhalb Jahren Nazi-Besatzung herzlich empfangen wurde.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"755\" height=\"532\" data-id=\"469\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ReturnPriceFelix-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-469\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ReturnPriceFelix-2.png 755w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ReturnPriceFelix-2-300x211.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"887\" height=\"642\" data-id=\"474\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/UStroopsCathredal-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-474\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/UStroopsCathredal-2.png 887w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/UStroopsCathredal-2-300x217.png 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/UStroopsCathredal-2-768x556.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Oben links: Die B\u00fcrger begr\u00fc\u00dfen Prinz F\u00e9lix am 10. September 1944. Foto \u00a9 ANLux FD 005-02-011. Rechts: Amerikanische Truppen vor der Kathedrale von Luxemburg. Foto US Army \u00a9 ANLux FD 005-02-004    <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"649\" data-id=\"478\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0030_5533_PM-1-1024x649.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-478\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0030_5533_PM-1-1024x649.jpg 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0030_5533_PM-1-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0030_5533_PM-1-768x487.jpg 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0030_5533_PM-1-1536x973.jpg 1536w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0030_5533_PM-1-2048x1297.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"709\" data-id=\"480\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0028_5470_PM-1024x709.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-480\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0028_5470_PM-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0028_5470_PM-300x208.jpg 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0028_5470_PM-768x532.jpg 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0028_5470_PM-1536x1064.jpg 1536w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/INCONNU_1940-45_0028_5470_PM-2048x1419.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Oben links: Amerikanische Truppen marschieren durch die Innenstadt. \u00a9 Phototh\u00e8que der Stadt Luxemburg Rechts: Menschenmenge vor dem Rathaus.  \u00a9 Phototh\u00e8que der Stadt Luxemburg. Unbekannter Fotograf. <br data-mce-bogus=\"1\"\/><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-a89b3969 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/de\/frankreich\/\">Weiter<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild (22. 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