{"id":4163,"date":"2025-04-07T12:53:35","date_gmt":"2025-04-07T10:53:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/pierre-schon-1941-bis-1943\/"},"modified":"2025-11-25T09:28:45","modified_gmt":"2025-11-25T08:28:45","slug":"pierre-schon-1941-bis-1943","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/de\/luxemburg\/pierre-schon-1941-bis-1943\/","title":{"rendered":"Pierre Schon 1941 bis 1943 <br>"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group page-hero has-background is-vertical is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-ce155fab wp-block-group-is-layout-flex\" style=\"background-color:#00a3e0\">\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-fe9cc265 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/PierreScheune-1024x691.jpg\" alt=\"The current image has no alternative text. The file name is: PierreScheune-scaled.jpg \"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-ast-global-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-b5be9b0022782dfb977bba45c8b0337e\"><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Titelbild &#8211; Pierre (ganz rechts) begleitet Fl\u00fcchtlinge an der belgischen Grenze nach einer Nacht in einer Scheune. \u00a9 L.P.P.D. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-ba1d5d7b7590110938f5ae8c225b92c0\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--70)\">Erfahrener Passeur und Koordinator von Verstecken<\/h2>\n\n<p>Von 1941 bis 1944 versteckte und unterst\u00fctzte Pierre Schon \u00fcber hundert Menschen auf ihrer Flucht \u2013 abgeschossene alliierte Piloten, entflohene franz\u00f6sische Kriegsgefangene, Juden, luxemburgische Deserteure und andere Mitglieder des Widerstands. F\u00fcr viele h\u00e4tte eine Entdeckung den sicheren Tod bedeutet.<br\/><br\/>Die Mitglieder der LPL, darunter auch Pierre, nutzten abgelegene Waldwege, um Fl\u00fcchtlinge \u00fcber die Grenze nach Belgien zu bringen. Einige Gruppen brachen vom gro\u00dfen Familienhof in D\u00fcnningen oder von anderen Verstecken auf, die er gemeinsam mit lokalen Widerstandsk\u00e4mpfern organisiert hatte. Andere wurden in Unterschl\u00fcpfen im Wald zwischen D\u00fcnningen und Weicherdingen untergebracht, die er mit eingerichtet hatte. Sobald der richtige Moment gekommen war, f\u00fchrte Pierre die Gruppen in der Nacht durch W\u00e4lder und Felder bis nach Belgien.   <\/p>\n\n<p>Der Aufbruch erfolgte meist gegen 22 Uhr, um die Grenzlinie um Mitternacht zu \u00fcberqueren. Der Marsch \u2013 Hin- und R\u00fcckweg in v\u00f6lliger Dunkelheit \u2013 dauerte mehrere Stunden und umfasste rund elf Kilometer in einer RIchtung. <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"618\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/MapFinalwomotorway.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2575\" style=\"width:528px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/MapFinalwomotorway.jpg 618w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/MapFinalwomotorway-275x300.jpg 275w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Wichtige D\u00f6rfer sind gelb markiert. Die belgisch-luxemburgische Grenze ist rosa dargestellt. <\/p>\n\n<p>Die Verstecke bestanden meist aus unterirdischen Bunkern oder in H\u00e4nge geschlagenen R\u00e4umen \u2013 einfach gebaut, aber gut getarnt. Im Winter waren sie eisig kalt. Mutige Dorfbewohner legten Lebensmittel im Wald ab, die bei Dunkelheit geholt wurden. Manche der Verstecke waren sogar mit schweren \u00d6fen ausgestattet, die m\u00fchsam durch den Wald getragen werden mussten, um hei\u00dfe Getr\u00e4nke zuzubereiten und etwas W\u00e4rme zu spenden. Pierre Schon, der weiterhin auf dem Familienhof lebte, brachte regelm\u00e4\u00dfig selbst Nahrung zu den Verstecken.    <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"667\" data-id=\"424\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutwoods-1024x667.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-424\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutwoods-1024x667.png 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutwoods-300x195.png 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutwoods-768x500.png 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutwoods.png 1102w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"625\" data-id=\"425\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutstove-1-1024x625.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-425\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutstove-1-1024x625.png 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutstove-1-300x183.png 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutstove-1-768x469.png 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hideoutstove-1.png 1092w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Fotos \u00a9 Visit Eislek<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-dc5e9126820f0f9f720dfea51b4243c3\">Teamarbeit<\/h2>\n\n<p>Pierre arbeitete mit anderen Passeuren der LPL zusammen, darunter Ernest Delosch und Aloyse Kremer. Gemeinsam organisierten sie eine Fluchtroute, die von D\u00fcnningen \u00fcber Buret und Tawingen \u2013 zwei belgische D\u00f6rfer nahe der Grenze \u2013 bis nach Limerl\u00e9-Retingen oder Bourcy f\u00fchrte. Beide Orte verf\u00fcgten \u00fcber einen Bahnanschluss, was die Weiterreise und damit die Exfiltration erheblich erleichterte.  <br\/><br\/>Zudem hatte er eine Kette von Verstecken nahe der Grenze etabliert. Er kooperierte insbesondere mit Marie-Louise Didier, einer belgischen Widerstandsk\u00e4mpferin, die auf Informationsbeschaffung und Verteilung von Untergrunddokumenten spezialisiert war und mehrere Personen in ihrem Haus in Buret versteckte.  <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"183\" height=\"218\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/MLDidier.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4286\"\/><\/figure>\n\n<p>Im Juli 1943 wurde sie verraten, von der Gestapo verhaftet und verh\u00f6rt. W\u00e4hrend des Verh\u00f6rs entglitt ihr der Name ihres Denunzianten, Jules. Vier Monate lang hielt man sie in Einzelhaft und misshandelte sie regelm\u00e4\u00dfig, doch sie weigerte sich standhaft zu gestehen, dass sie Fl\u00fcchtlinge versteckt hatte. Im Oktober 1943 wurde sie ins Konzentrationslager Ravensbr\u00fcck deportiert und sp\u00e4ter nach Neu-Brandenburg verlegt. Dort waren die Bedingungen so grausam, dass die meisten Deportierten bei den Zwangsarbeiten \u2013 zehn bis zw\u00f6lf Stunden t\u00e4glich bei miserablen Rationen \u2013 ums Leben kamen.    <\/p>\n\n<p>Als die Rote Armee n\u00e4her r\u00fcckte \u2013 etwa 15 Kilometer entfernt \u2013 zwangen die Nazis die Gefangenen zu einem Todesmarsch in ein anderes Lager. Ersch\u00f6pft gelang ihr in der Nacht die Flucht. Kurz darauf wurde sie von britischen Truppen in Schwerin befreit und medizinisch versorgt. Schlie\u00dflich kehrte sie im Sommer 1945 nach Belgien zur\u00fcck.   <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-38682d32059ce32166f81ddf5aee7d1d\">Hilfe f\u00fcr deportierte Juden<\/h2>\n\n<p>1941 begannen die deutschen Beh\u00f6rden, Juden systematisch zu registrieren und antisemitische Ma\u00dfnahmen weiter zu versch\u00e4rfen. Im Oktober desselben Jahres wurden etwa 300 Juden in Cinqfontaines (Camp de <a href=\"https:\/\/www.visit-eislek.lu\/place\/abbey-of-cinqfontaines\">F\u00fcnfbrunnen<\/a>) bei Troisvierges interniert.   Das ehemalige Kloster diente als Durchgangslager, bevor die Deportationen in die gro\u00dfen Vernichtungslager 1942 stattfanden. <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"833\" height=\"498\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cinqfontaines.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-227\" style=\"width:661px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cinqfontaines.png 833w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cinqfontaines-300x179.png 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Cinqfontaines-768x459.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 833px) 100vw, 833px\" \/><\/figure>\n\n<p>Pierre half einigen Internierten, mit gef\u00e4lschten Papieren zu fliehen, plante, sie zun\u00e4chst zu verstecken und dann sicher nach Belgien zu begleiten. Dar\u00fcber hinaus lenkte er Lebensmittelmarken um und schmuggelte Nahrung in das Lager, wo die Rationen knapp waren und die \u00dcberwachung zeitweise nur schwach ausgepr\u00e4gt war. <br\/>  <br\/><br\/>Mehrere luxemburgische Juden versteckten sich oder flohen in die Nachbarl\u00e4nder um eine Verhaftung zu entgehen und suchten Hilfe bei Widerstandsnetzwerken. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-85efec24c09356378f681c9878333568\">Die Verbindung nach Polen<\/h2>\n\n<p>Im Februar 1943 f\u00fchrte Pierre Schon wahrscheinlich eine der k\u00fchnsten Aktionen seiner Zeit im Widerstand durch.<br\/><br\/>Als Humanist und \u2013 wie viele andere auch \u2013 zunehmend besorgt \u00fcber die sich verschlechternde Lage der Juden und politischen Gefangenen, machte er sich im Februar 1943 mit einem Lastwagen auf den Weg zur Burg Boberstein, beladen mit mehr als 1.000 kg Proviant. Er reiste mit einer gef\u00e4lschten Identit\u00e4t und einer gef\u00e4lschten Genehmigung, die er zum Auftanken unterwegs ben\u00f6tigte. Die Burg Boberstein war ein Nazi-Internierungs- und Arbeitslager f\u00fcr umgesiedelte Luxemburger im Hirschberger Tal, das heute zu Polen geh\u00f6rt, und beherbergte mehrere hundert Menschen. Anfang 1943 litten die Internierten zunehmend unter Hunger, da sie unter sehr harten Bedingungen mit immer knapperen Rationen \u00fcberleben mussten.   <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"677\" data-id=\"880\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinwithoutbuildings-1-1024x677.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-880\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinwithoutbuildings-1-1024x677.png 1024w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinwithoutbuildings-1-300x198.png 300w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinwithoutbuildings-1-768x508.png 768w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinwithoutbuildings-1.png 1112w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"533\" data-id=\"889\" src=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinoutside.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-889\" srcset=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinoutside.png 745w, https:\/\/www.pierre-schon.lu\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bobersteinoutside-300x215.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Oben links: Luftaufnahme des Schlosses Boberstein mit Nebengeb\u00e4uden. Rechts: Alltag im Lager Boberstein in Schlesien, Zentrum f\u00fcr Dokumentation und Forschung zum Widerstand. <\/p>\n\n<p>Zu einer Zeit, in der Lebensmittel streng \u00fcberwacht wurden, organisierte Pierre Schon die Sammlung von mehr als 1.000 Kilogramm Proviant von seiner Familie und benachbarten Bauernh\u00f6fen in der \u00c9islek-Region. Mit einem klaren Ziel vor Augen und Nerven aus Stahl transportierte er die Vorr\u00e4te quer durch das von den Nazis kontrollierte Deutschland zur Burg Boberstein \u2013 eine Strecke von etwa 1.000 Kilometern pro Richtung. Die einfache Fahrt dauerte fast 30 Stunden und f\u00fchrte an zahlreichen Kontrollpunkten vorbei, was diese Aktion zu einer k\u00fchnen und beinahe unvorstellbaren Leistung machte.  <\/p>\n\n<p>Zwei Personen, die von Pierre Schon in archivierten Dokumenten als Zeugen genannt wurden, waren <a href=\"https:\/\/www.autorenlexikon.lu\/page\/author\/459\/4594\/FRE\/index.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.autorenlexikon.lu\/page\/author\/459\/4594\/FRE\/index.html\">Auguste Collart<\/a>, ehemaliger B\u00fcrgermeister von Bettemburg und Abgeordneter, sowie Jean Peusch, ein bekannter Lokalpolitiker, der von 1946 bis 1964 als DP-B\u00fcrgermeister von Klierf amtierte und ebenfalls Abgeordneter war. Beide M\u00e4nner, Bekannte von Pierre Schon, waren als politische Gefangene zusammen mit ihren Familien umgesiedelt worden und befanden sich zum Zeitpunkt von Pierre Schons Ankunft im Lager Boberstein in Internierung. Auguste Collart war Mitglied des Widerstands, doch die Deutschen konnten ihm dies nie nachweisen. Als Royalist und Patriot, der sich in aristokratischen Kreisen bewegte, spendete er gro\u00dfe Geldbetr\u00e4ge, um Widerstandsaktivit\u00e4ten zu unterst\u00fctzen und Deportierten zu helfen. <br\/>  <\/p>\n\n<p>Eine so k\u00fchne Initiative w\u00e4re ohne die stille Unterst\u00fctzung der landwirtschaftlichen Gemeinschaft von Klierf nicht m\u00f6glich gewesen \u2013 viele ihrer Mitglieder waren selbst im Widerstand aktiv. <br\/><br\/>Nach dem Krieg ehrte die polnische Regierung Pierre mit einer Medaille in Anerkennung seiner humanit\u00e4ren Hilfe w\u00e4hrend der Kriegsjahre.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-2f57c70f60c08da5c4c50541ad582722\">Eine neue Identit\u00e4t<\/h2>\n\n<p>Die LPL half Hunderten von Menschen bei der Flucht. Die Geretteten mussten \u00fcberleben und sich ern\u00e4hren, wof\u00fcr die Bewegung Lebensmittelmarken kopierte und alle Arten von Dokumenten f\u00e4lschte. In einer landwirtschaftlich gepr\u00e4gten Gemeinschaft war es zudem m\u00f6glich, heimlich Vorr\u00e4te abzuzweigen, um diejenigen zu versorgen, die sich versteckten.  <\/p>\n\n<p>Pierre Schon beherrschte das F\u00e4lschen von Personalausweisen meisterhaft und verf\u00fcgte \u00fcber Vorlagen sowie originale Stempel verschiedener Gemeinden in Frankreich und Belgien, die er je nach Bedarf einsetzte. Mitglieder, die unter falscher Identit\u00e4t oder mit gef\u00e4lschten Papieren reisten, konnten so unentdeckt bleiben. Zudem arbeitete Pierre eng mit seinen Kontakten in Belgien zusammen, um zahlreiche neue Identit\u00e4ten f\u00fcr diejenigen zu erstellen, die er \u00fcber die Grenze eskortierte.  <\/p>\n\n<p>Im Oktober 1941 gelang der LPL sogar ein Waffendiebstahl in der von Deutschen besetzten Polizeistation von Diekirch.<br\/><br\/>Im selben Jahr organisierte das nationalsozialistische Deutschland eine erzwungene Annexion mittels eines sogenannten \u201ePersonenstandsaufnahme\u201c-Referendums. Trotz des Drucks von Besatzern und Verwaltung startete der luxemburgische Widerstand entschlossene Boykottkampagnen. Pierre und andere Verweigerer verteilten in Luxemburg Flugbl\u00e4tter gegen das Referendum, die in Br\u00fcssel bei der Druckerei Loquet hergestellt und von Alphonse Rodesch weitergeleitet worden waren. Das Ergebnis war eindeutig: Die Abstimmung scheiterte und offenbarte die massive Ablehnung des Naziregimes durch die luxemburgische Bev\u00f6lkerung. Aus Protest sprachen manche weiterhin Luxemburgisch, obwohl es verboten war, andere zerst\u00f6rten ihre deutschen Ausweise als Akt passiven Widerstands.    <\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-a89b3969 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.pierre-schon.lu\/de\/luxemburg\/die-repression-durch-die-gestapo\/\">Weiter<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild &#8211; Pierre (ganz rechts) begleitet Fl\u00fcchtlinge an der belgischen Grenze nach einer Nacht in einer Scheune. \u00a9 L.P.P.D. 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